Rassegna stampa

Der Schweizer Elia Colombo machts vor (Blick 13.07.22)

Windsurfen ist ein Wassersport? Jein. Dank neuester Foil-Technologie befinden sich die Surfer mittlerweile hoch über dem See oder dem Meer. Der Schweizer Elia Colombo, Mitglied des «Opel Team Suisse», erklärt, wie das geht.

Windsurfen ist ein Spiel mit den Elementen. Mit dem Wind, der ins Segel bläst. Und mit dem Wasser unter dem Board. Doch das Wasser, das kommt heute und in Zukunft idealerweise gar nicht mehr richtig ins Spiel. Wer die Fotos und die Videos von Elia Colombo (26), dem besten Schweizer an der EM, sieht, merkt: Das Board sollte idealerweise mit dem Wasser gar nicht mehr in Berührung kommen.

Aufregend. Ob als passiver Zuschauer oder aktiver Sportler. Colombo: «Wenn sich das Board aus dem Wasser hebt, bist du in einer anderen Dimension. Ein völlig anderes Feeling.» Das Geheimnis ist das Foil, eine Art Flügel oder Flosse unten am Brett. Oder mit den Worten von Colombo: «Das Foil ist eine Art Flugzeug, das im Wasser unter dem Board einen Auftrieb erzeugt. Dadurch wird das Board angehoben und ermöglicht so das Fliegen übers Wasser.»

 

«Unglaubliche Geschwindigkeiten»

Die verlangsamende Reibung des Brettes auf dem Wasser fällt weg. Es ist nur der Wind. Und der Mensch. «Mit dem Foil erreichen wir nun unglaubliche Geschwindigkeiten, vor allem auch bei schwachem Wind. Bei diesen Geschwindigkeiten reicht ein kleiner Fehler, und schon liegt man im Wasser.»

Ähnliche physikalische Phänomene wird es auch beim nächsten America’s Cup der Segler zu beobachten geben, wo unter anderem auch Alinghi wieder starten will. Die Boote werden sich idealerweise oberhalb des Wassers und nicht auf dem Wasser bewegen. Auch hier ist ein Foil das Geheimnis.

Welchen Einfluss hat die Entwicklung aufs Windsurfen? Elia Colombo glaubt an eine positive Wirkung: «Ich denke, es gibt einen Trend zurück zum Windsurfen. Mit dieser neuen Disziplin des Foil-Windsurfing geht die Entwicklung in die richtige Richtung.»